Vorbericht Medienhauscup 2009: SVD Weiden
21.12.2009 - Thomas Binner
Hummel träumt vom Finale gegen die SpVgg Weiden
Neuer Trainer des SV-Detag Weiden mit viel Optimismus zum Medienhaus-Cup - Obersters Ziel aber bleibt der Klassenerhalt
Weiden. (kap) Gleich zwei Mal steht Thomas Binner beim 4. Medienhaus-Cup am 29. Dezember in der Pflicht. Zum einen als Organisator des Turnieres, zum anderen als Vereinsmitglied des Veranstalters SV-Detag Weiden. "Von Jahr zu Jahr erhöht sich die Messlatte, damit bei den Fans keine Langeweile aufkommt. Dieser Herausforderung will ich mit meinen Team in jeder Beziehung gerecht werden. Von der Mannschaft erwarte ich, dass sie sich ordentlich präsentiert und nicht Letzter wird. In der "Hammergruppe" A bekommt es der Bezirksligist mit der SpVgg Weiden (Regionalliga) sowie den beiden Landesligisten DJK Ammerthal und SV Etzenricht zu tun. Dort traut ihr Binner zumindest "die Rolle des Hechts im Karpfenteich" zu. Jahrelang war der SV-Detag im Hallenfußball eine Top-Adresse. Von 2001 bis 2004 gewann er die Bezirksmeisterschaft, holte sich 2003 den zweiten Platz bei den bayerischen Titelkämpfen und geht als derzeitiger Hallen-Bezirksmeister in das Turnier.
Harald Hummel, der neue Trainer des SV-Detag, stand bei einigen Erfolgen selbst mit auf dem Parkett. "Ich bin ein Verfechter des Hallenfußballs", sagt Hummel. "Aus eigener Erfahrung weiß, dass an einem guten Tag sogar das Halbfinale möglich ist." Einmal pro Woche bereitet sich der von Hummel nominierte Kader auf das Turnier vor.
Zwei Siege, ein Remis
Weniger erfreulich verlief bisher die Saison auf dem Feld. Reichte es nach dem Abstieg aus der Bezirksoberliga noch zu einem versöhnlichen siebten Platz, kämpft die Mannschaft heuer um den Klassenerhalt. Nach der 1:4-Niederlage am 15. Spieltag in Hahnbach, zog der Verein die Reißleine. Für den glücklosen Alfons Brittinger, der mit nur 13 Zähler auf den Relegationsplatz abrutschte, übernahm Harald Hummel die sportliche Leitung an der Stockenhut. Dieser hatte sich in den restlichen vier Spielen bis zur Winterpause sieben bis neun Punkte zum Ziel gesetzt.
Sein Plan ging auf, indem er zwei Siege und ein Remis holte. Darunter war auch der einzige Auswärtssieg beim 4:2 in Pfreimd. "In der kurzen Zeit habe ich lediglich versucht, der Mannschaft neues Selbstvertrauen zu geben und mit Viktor Braun aus der Reservemannschaft einen neuen Spieler gebracht." Über den Verlauf bis zu seiner Amtsübernahme kann Hummel nicht viel sagen. "Ich kenne die Gründe nicht, warum es so schlecht lief. Aufgefallen jedoch ist mir die fehlende Leidenschaft der Truppe."
Erste Trainerstation
Auch an der Spritzigkeit und Kondition mangele es einigen Spielern. Aber das liege daran, dass sie aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig trainieren konnten, so Hummel. Als oberstes Ziel für die Restrunde gibt der 44-Jährige bei seiner ersten Trainerstation logischerweise den Klassenerhalt an. "Ich möchte im neuen Jahr so schnell wie nur möglich aus der Abstiegszone raus. Aber zunächst sollen die Spieler Spaß am Hallenfußball haben und womöglich mit Erfolgen neues Selbstbewusstsein tanken. Ein Finale, wie 2006 gegen die SpVgg Weiden, das wäre es."
Quelle:Der Neue Tag 21.12.2009
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