Bezirksliga Nord startet am Freitag völlig umgekrempelt
29.07.2010 - Norbert Dietl
Kein ausgemachter Favorit
Weiden. (kap) In einem völlig neuen Gesicht präsentiert sich die Fußballbezirksliga Nord zur Saison 2010/11. Vier Neulinge, drei BOL-Absteiger und mit dem FC Schwandorf ein Rückkehrer aus dem Süden, versprechen eine hochinteressante Runde mit etlichen Derbys. Setzten sich in der letzten Saison mit dem TSV Detag Wernberg und SSV Paulsdorf die vermeintlichen Favoriten am Ende durch, gibt es heuer keinen absoluten Anwärter auf die Meisterschaft.
Für Marcus Meier, Trainer des Aufsteigers FC Weiden Ost, ist der FV Vilseck ein ganz heißer Kandidat. "Neben Vilseck erwarte ich den SV Raigering sehr weit vorne," sagt Meier. Sein Team gastiert zum Auftakt beim SV Neusorg, der lange um den Ligaerhalt zitterte. "Ich glaube, dass mein Team mit dem Gegner auf Augenhöhe liegt. Gelingt es uns, von der Aufstiegseuphorie zu profitieren, treten wir die Heimreise nicht mit leeren Händen an." Kollege Karl Reis vom SV Grafenwöhr schätzt den FV Vilseck ebenfalls sehr hoch ein. Der Terminplan will es so, dass Reis sein Debüt als Bezirksligatrainer eben in Vilseck gibt. "Nach dem hervorragenden Abschneiden in der letzten Saison ist die Erwartungshaltung in Grafenwöhr groß", ist sich Reis der schwierigen Aufgabe bewusst. Mit nur einer Niederlage schlossen die Gelb-Schwarzen als beste Auswärtsmannschaft die Runde ab. Ein 2:0-Erfolg wie im letzten Jahr in Vilseck wäre ein optimaler Einstand.
Erst mit einem gewaltigen Endspurt sicherte sich der SV Detag Weiden den Klassenerhalt. Eine weitere Zittersaison will das Team von der Stockenhut unbedingt vermeiden. Beim Aufsteiger TSV Oberviechtach wartet gleich eine äußerst unangenehme Aufgabe, die nicht leicht zu lösen sein wird. Eine interessante Partie steht in Eslarn auf dem Programm, wenn der Neuling den Rückkehrer aus der Bezirksliga Süd, den FC Schwandorf, erwartet. Der Vergleich Nord gegen Süd verspricht einiges. Ähnliches gilt für das Duell zwischen Aufsteiger SC Eschenbach und BOL-Absteiger FC Edelsfeld. Ob sich Aufstiegseuphorie gegen Oberligaerfahrung durchsetzt, bleibt abzuwarten. Nach jahrelanger Oberligazugehörigkeit hat es den SC Luhe-Wildenau heuer erwischt. Die Frage, wie sich das Team von Trainer Peter Kämpf in der neuen Umgebung zurechtfindet, erfährt bereits zum Auftakt beim heimstarken SV Schwarzhofen eine erste Antwort.
Nach dem Abstieg verließen etliche Leistungsträger den FC Schwarzenfeld. FC-Trainer Adi Götz ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden, eine schlagkräftige Truppe formen. Wichtige Hinweise auf die Leistungsstärke bekommt er im Vergleich gegen den heuer hoch gehandelten SV Raigering.
Quelle:Der Neue Tag 29.07.2010
Zurück


