Premiere für Detag Wernberg
15.12.2010 - Der Neue Tag - Sportredaktion
Trainer Josef Dütsch glaubt an erfolgreiches Abschneiden
Erstmals in der fünfjährigen Geschichte des Medienhaus-Cups steht der Name des Bezirksoberligisten TSV Detag Wernberg auf der Teilnehmerliste. In der Gruppe A bekommen es die Köblitzer am 28. Dezember in der Weidener Mehrzweckhalle mit dem SV Mitterteich (Sechster der Bezirksoberliga Oberfranken), Bezirksliga-Tabellenführer SV Raigering und dem Landesliga-Elften FC Amberg zu tun.
Für TSV-Trainer Josef Dütsch ist es eine schwierige Gruppe, in der jeder jeden schlagen kann. "Gerade im Hallenfußball ist alles möglich, da gibt es keinen Favoriten", freut sich Dütsch auf das wie immer hervorragend besetzte Turnier.
Bevor Dütsch vor der Saison 2008/09 das Traineramt in Wernberg antrat, hatte der Verein mit Fußball in der Halle eigentlich nicht viel am Hut. Der als Verfechter des Hallenfußballs bekannte Coach machte diesen in Wernberg erst salonfähig. Dass er einige Hallenspezialisten in der Mannschaft hat, beweisen ein zweiter Platz auf Oberpfalzebene und ein Kreismeistertitel. "Ich war mit meinen Mannschaften eigentlich immer in der Halle erfolgreich", blickt Dütsch auf seine 17-jährige Trainerzeit zurück.
"Für mich ist Hallenfußball eine willkommene Abwechslung in der langen Winterpause. Ich habe es noch nie verstanden, dass sich Spieler wehren, in die Halle zu gehen." Die häufig zitierte Verletzungsgefahr kann er nur bedingt nachvollziehen. "Nur einmal hat sich ein Spieler von mir schwer verletzt." Natürlich gibt es für Dütsch keinen Zwang. "Nur wer Spaß und Lust hat, wird eingesetzt." Davon gibt es in Wernberg einige. Allen voran Torwartoldie Markus Dagner, Christian Luff, Stefan Eichstätter, Bastian Dütsch, Mehmeti Kushtrin und Sebastian Lorenz. "Natürlich jedes Spiel gewinnen und so weit wie nur möglich kommen", lautet die Zielvorgabe von Dütsch beim Turnier. Im Landesligisten SV Etzenricht sieht er den absoluten Topfavoriten.
Mit dem bisherigen Punktspielverlauf ist Dütsch durchaus einverstanden. Als Aufsteiger besitzt logischerweise der Klassenerhalt oberste Priorität. Diesen dürfte der Tabellenvierte mit 32 Zählern so gut wie sicher in der Tasche haben. "Von Aufstieg war nie die Rede", sagt Dütsch. Aber weiterhin vorne mitmischen will er schon. Die letzten drei Niederlagen haben den Kontakt zum Spitzenduo abreißen lassen. "Hier hat man deutlich gemerkt, dass verletzte Leistungsträger nicht zu ersetzen waren. Da fehlt uns einfach die Qualität und das Potenzial." Ein Rätsel ist Dütsch die Heimschwäche mit jeweils vier Siegen und Niederlagen: "Ich vermute, dass die Mannschaft vor heimischen Fans zu viel will."
Quelle:Der neue Tag 15.12.2010
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