Hamann will mindestens ins Halbfinale
19.12.2010 - Der Neue Tag - Sportredaktion
SV Mitterteich sieht sich für den Medienhaus-Cup gerüstet - Rückkehr in die Landesliga wird schwierig
Mitterteich. (kap) Als eine willkommene Abwechslung in der langen Winterpause sieht Stefan Hamann, Trainer des Fußball-Bezirksoberligisten SV Mitterteich, das Hallenfußballturnier um den Medienhaus-Cup am 28. Dezember in Weiden. Hamann selbst war bei der Veranstaltung weder als Spieler noch Coach bislang beteiligt. Seine Truppe dagegen belegte bei der Premiere den fünften Platz und unterlag vor zwei Jahren im Finale der SpVgg Weiden mit 1:3.
"Zumindest das Halbfinale erreichen", lautet die Zielvorgabe von Hamann in diesem Jahr. Um die Vorschlussrunde zu erreichen "benötigt man gerade in der Halle eine kräftige Portion Glück." Klassenzugehörigkeit spielt für ihn keine Rolle, denn jede der teilnehmenden Mannschaft habe genügend versierte Hallenspieler.
In der Gruppe A treffen die Stiftländer auf den FC Amberg (Landesliga), TSV Detag Wernberg (BOL Oberpfalz) und den Bezirksligisten SV Raigering. "Das ist machbar", sagt Hamann, warnt aber im gleichen Atemzug davor, die Sache zu locker anzugehen.
Um für das Turnier gut vorbereitet zu sein, trainiert die Truppe ein Mal pro Woche in der Halle. Dabei ist dem Trainer ein Nebeneffekt besonders wichtig. "Gerade in der langen Winterpause bleiben die Spieler untereinander in Kontakt und fördern somit das Spielverständnis." Vorwiegend schickt Hamann junge und technisch versierte Akteure auf das Parkett. "Davon gibt es einige bei uns. Ich glaube, wir haben eine schlagkräftige Truppe, die es mit jedem Gegner aufnimmt."
In der Punkterunde liegt der Landesligaabsteiger meilenweit hinter den gesteckten Zielen zurück. Als Tabellensechster der Bezirksoberliga Oberfranken beträgt der Rückstand auf die beiden ersten Ränge 14 bzw. 13 Zähler. Die Ursachen für diesen enormen Rückstand liegen in der eklatanten Heimschwäche. Vier Siegen stehen ebenso viele Niederlagen gegenüber. Auswärts lief es mit fünf Erfolgen, einem Remis und nur zwei Einbußen wesentlich besser. "Zum Verhängnis ist uns wahrscheinlich geworden, dass wir zu leicht auszurechnen sind", meint Hamann. Einen weiteren Grund sieht er in der schlechten Chancenverwertung. Trotzdem haken die Stiftländer die sofortige Rückkehr in die Landesliga nicht ab. "Es sind noch zwei Nachholspiele zu absolvieren. Außerdem stehen die Vergleiche mit den führenden Vereinen auf dem Programm", sagt Hamann.
Auch Kapitän Christian Zettl legt die Landesligarückkehr nicht zu den Akten: "Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir uns schon mehr erwartet. Aufgeben gibt es aber nicht."
Quelle:Der Neue Tag 18.12.2010
Zurück